Acht Frauen

2014/15

Zur Kritik der Westfälischen Nachrichten.

Musical von Robert Thomas

Die (fast) ausschließlich weiblichen Mitglieder einer reichen Familie treffen sich im Herbst auf ihrem abgelegenen Landsitz. Als der Hausherr mit einem Messer im Rücken aufgefunden wird, mutiert die scheinbar fleckenfreie Familienidylle zur nervlichen Zerreißprobe. Schnell ist nämlich klar, dass eine der Anwesenden die mörderische Tat vollbracht haben muss. Keine der Frauen hat ein Alibi, aber jede ein Motiv. Doch damit nicht genug. Das Telefon funktioniert plötzlich nicht mehr, die Zündkabel des Autos sind durchgeschnitten und das Gartentor versperrt. Um Hilfe schreien ist sinnlos, die Polizei kann nicht alarmiert werden. Eine (ein-)geschlossene Gesellschaft beginnt, sich gegenseitig zu denunzieren. Mit rabenschwarzem, bitterbösem Humor, der mitten ins Herz schießt und stecken bleibt, öffnen sich bei dieser kriminalistisch genialen Suche nach der Mörderin seelische Abgründe und menschliche Keller, die Platz für mindestens 8 weitere Leichen bieten würden.

Die „Acht Frauen“ des Törchens brachten bei dieser Inszenierung auch ihr gesangliches Talent mit ein. Von Marlene Dietrich bis Amy Winehouse interpretierten sie die verschiedensten Titel und verliehen ihren Charakteren dadurch noch mehr Ausdruck. Der französische Autor Robert Thomas feierte mit „huit femmes“ 1961 in Paris seinen großen Theatererfolg, und auch „Das Törchen“ feierte großes Theater mit seiner Interpretation des Stückes. Das Publikum und die Schauspieler waren gleichermaßen begeistert.

Schauspielerinnen:

Louise, das Hausmädchen – Louise Lejeune

Chanel, die Hauswirtschafterin – Andrea Feldbrügge

Mamy, die Schwiegermutter – Susanne Westhoff

Gaby, die Ehefrau – Judith Jost

Augustine, die Schwägerin – Daniela Rosendahl

Cathrine, die Tochter – Judith Steffens

Susanne, die andere Tochter – Luise Janning

Pierette, die Schwester des Toten – Johanna Schuppert